Tag 48 bis 51 - Ein unfaires Erbe

Tag 48

Serena

Sofia hatte am Morgen eine große Überraschung für mich. Sie war wieder schwanger. Seit unsere erwachsene Tochter ausgezogen ist und unsere mittlere Tochter ein Teenager, herrscht immer Ruhe im Haus. Mir fehlte das Kinderlachen von einst. Auch wenn wir beide keine 20 Jahre alt mehr sind, wollen wir alles tun, damit das neue Kind eine glückliche Familie hat. Wir machten uns sogar Gedanken darüber, wer sich um den neuen Nachwuchs kümmern soll, wenn wir mal nicht mehr da sein sollten. Wir beide sind bereits Ende 50 und verpassen vllt sogar die Jugend vom neuen Kind. Am liebsten wäre es uns, dass sich eins unserer Mädchen darum kümmert. Das Kind hätte eine Beziehung zu ihnen. Sonst bleibt nur noch meine Verwandtschaft.



Imogen

Tiffany ist mittlerweile eine junge Frau und ich eigentlich alt. Den Tod konnte ich dank dem Wunschbrunnen überlisten. Aber eines Tages wird dieser vor mir stehen und mich holen. Wie ich mein Vermögen aufteile, weiß ich noch nicht. Aber im Laufe des Tages setze ich mich mit meinem Notar zusammen und regle alles.



Nach meinem Termin mit dem Notar lud ich Tiffany zum Essen ein. Beim Asiaten bestellten wir uns das Tagesangebot und ich sah, dass Tiff etwas belastete.
"Tiff, was ist los?", fragte ich sie.
Sie druckselte rum und antwortete:
"Oma, wer sind meine Eltern?"
Ich schaute weg und überlegte mir erneut eine Ausrede. Wie die letzten Jahre. wo sie nach ihren Eltern fragte.
"Deine Mutter ist Tod", antwortete ich knapp.
Tiff zog eine Braue hoch und sagte nichts mehr. Sie glaubte mir offensichtlich nicht, weil ihre Mutter beim letzten Mal auf dem Mond lebte. Diana habe ich schon ewig nicht mehr gesehen und vermisse sie irgendwo. Aber ich wusste nicht, wo sie lebt und was sie macht.




Der Autor Salim Benali bereicherte mein Leben. Manchmal dachte ich noch an Niklaas, aber Salim hatte mein Herz erobert und wurde mein neuer Partner.




Tag 49

 Sensenmann

Diese Frau entkommt mir kein zweites Mal. Damals wurde ich vom Wunschbrunnen gebeten, sie zu verschonen und ihr ein paar weitere Jahre zu geben. Wie alt will diese Imogen denn noch werden?! Sie ist längst über ihre Frist. Heute war nun der Tag. Mein großer Tag. Die Verschonte holte ich zu mir. Und diesmal kam mir keiner dazwischen. Dafür habe ich im voraus gesorgt. 



Tiffany

Oma ist verstorben und ich konnte ihr zumindest ein Versprechen halten. Salim hat mich geheiratet. Zwar recht widerwillig, aber er hat es getan. Ihr Vermögen wurde gleichmäßig aufgeteilt und Tante Serena erbte ausgerechnet Omas Haus. Sie warf mich und Salim sofort raus und bezog es. Mit Salim mietete ich ein Apartment in San Myshuno.



Wenige Tage später hat er mich verlassen und ist aus unserem Apartment ausgezogen. Er war einfach nicht der richtige Mann für mich.



Trotzdem war ich traurig darüber und zeichnete traurige Bilder.



Tag 50

Meine Nachbarn sind Tante Fee und Onkel Claudius. Mit meinem Onkel werde ich einfach nicht warm und Tante Fee reagiert komisch, wenn ich sie nach dem Vater von ihrem ungeborenen Kind frage. Ihre Antwort ist immer wieder, sie hat einen Fehler gemacht. Welcher Fehler es ist sagt sie aber nicht.



Deprimiert und pleite ging ich in eine Bar und bestellte für mein restliches Geld sehr viel Alkohol. Angeheitert baggerte mich ein angetrunkener Mann an, der sich später als der berühmte Musiker Joaquin Le Chien entpuppte. Wir hatten wenige tolle Minuten Spaß bevor wir nach Hause gingen.



Tag 51

Diese Diana Lobo interessierte sich sehr stark für mich. Sie lud mich öfters zu Sachen ein und wollte mich näher kennen lernen. Ich traf sie zum ersten Mal in einer Galerie, wo sie gerade Gemälde von unbekannten Künstlern wie mich bewertete. Als sie meinen Namen las, wurde sie blass und wollte mich später nochmal persönlich sehen. Als Tiffany Ice veröffentliche ich meine Gemälde. Diana ist eine komische Frau. Ihr Interesse weckt mein Interesse an ihre Person. Sie scheint sogar ein Geheimnis zu haben, aber in den Medien habe ich bisher nichts gefunden. Obwohl jeder Promi immer irgendwo ein Geheimnis offenbarte. Eher unfreiwillig.



Auf den Klippen war eine Party und ich traf zum ersten Mal meinen Halbbruder Samir Basu. Er sprach mich an und wollte wissen, wer meine Oma war. Ich erzählte ihm von Oma Imogen und er strahlte. Er meinte, ich sehe wie sein Vater aus. Nur in weiblich. Nun hatte ich also einen Anhaltspunkt zu meinem Vater und wollte meinen Bruder kennenlernen. Joaquin war auch da und verleitete mich zu einem Techtelmechtel. Leider waren wir beide dadurch der Mittelpunkt geworden.



Abends stellte ich fest, dass ich schwanger war. Ich kam gerade mit meinem Geld über die Runden und konnte mir nicht mal Luxus leisten. Wie soll ich mir denn ein Kind leisten?



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