Teil 13 - Zurück nach Amerika

5 Jahre später

Alexa hatte Post. Post aus Peru. Der Anwalt ihres Vater hatte sie angeschrieben und ihr mitgeteilt, dass ihr Vater an Altersschwäche verstorben sei und ihr die Plantage vermacht hatte. Mit Mason beriet sie sich sehr lange und beide entschieden die Plantage zu leiten und zu bewohnen. Für die kleine Paris war es eine große Umstellung, weil sie noch nicht Peruanisch konnte und nun dort eine Schule besuchen musste. Ihre Eltern suchten nach dem Umzug eine englischsprachige Schule und meldeten sie dort an. Dort gingen ausländische Schüler zur Schule, die noch kein Peruanisch sprachen. Paris fand schnell Anschluss und ihre Mutter half ihr beim Lernen von Peruanisch.

5 Jahre später

Paris war ein hübsches Mädchen geworden, die nun auf eine mittlere Schule wechselte. Alexa hatte ihren Doktor in Archäologie gemacht und erforschte nun regelmäßig beruflich Ruinen weltweit. Mason stellte Personal ein, damit in deren Abwesenheit die Plantage weiterläuft und Paris einen Betreuer hat. Sie konnte nun Peruanisch flüssig sprechen und konnte so eine Schule in ihrem Dorf besuchen. 

3 Jahre später

Jana Croft erschien auf der Plantage. Sie wurde von Mason und Alexa zu einem Gespräch eingeladen. Seit Mason wusste, was damals passiert war, pflegte er mit Jana engen Kontakt. Auch beruflich. Jana war nun Anfang 60 und hatte eine schwere Zeit hinter sich. Ein Jahr lang war sie in den Händen von Menschenhändlern. Aber ihr alter Freund Ali Basu kaufte sie und die anderen Menschen frei. Allen schenkte er die Freiheit und brachte die ehemaligen Gefangenen zu den Familien zurück. Die Familien weinten vor Freude, als sie ihre Vermissten in den Armen hatten und schicken bis heute Nachrichten. Wer weiß, wie lange sie gefangen waren. Jana nahm Ali zum Mann und setzte sich seitdem gegen Menschenhandel ein. Die Händler, die sie gefangen hatten, kamen kurz darauf ins Gefängnis.  Mit Ali bekam sie einen Sohn.
"Jana, ich habe eine schlimme Vorahnung", sagte Mason im Wohnzimmer. 
"Was meinst du Mason?", fragte Jana besorgt.
"Alexa und ich werden schon länger beobachtet. Von Männern im Tarnanzug. Sie haben es sicher noch nicht bemerkt, dass wir es wissen. Hier ist eine Vormundschaft für Paris. Falls uns was passiert, sollst du dich um alles kümmern. Und dein Sohn soll sich um die Plantage kümmern, weil er sich darin gut anstellt. Seit er hier arbeitet, läuft alles sehr organisiert ab und die Umsätze florieren", antwortete Alexa nervös.
Jana schwieg und nahm die bevorstehende Aufgabe ernst. Sie verstand, was Mason wollte. Paris aus der Schusslinie holen und in Sicherheit wissen. Paris kam ins Zimmer und setzte sich neben Jana.
"Hallo Tante Jana. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen", sagte diese glücklich.
"Du musst deine Sachen packen und mit mir kommen. Deine Eltern wünschen es so", sagte Jana entschieden.
Paris musterte die Erwachsenen im Raum und erkannte, dass etwas im Argen war. Sie stand auf und ging auf ihr Zimmer. Eine Stunde später hatte sie alles soweit gepackt und ihre Sachen waren in Janas Wagen. 
Sie setzte sich neben Jana auf dem Rücksitz und schloss die Türe. Der Chauffeur fuhr los und Paris fragte:
"Was ist mit meiner Schule?"
"Ich bereits alles in die Wege geleitet, dass du in Amerika eine neue Schule besuchst. Das alles ist nur zu deiner Sicherheit", antwortete Jana.
"Diese Männer vor unserem Haus sind der Grund, oder? Ich habe sie auch entdeckt und dass sie Waffen haben. Werde ich Mama und Papa wiedersehen?", fragte Paris weinend.
"Das kann ich nicht sagen, Maus. Ab jetzt bist du eine Croft und lernst alles von mir, was du zum Überleben brauchst", antwortete Jana und drückte sie an sich. 

Eine Woche später

Vermummte Männer stürmten die Plantage und erschossen alle Mitarbeiter. Die Familie Rios beobachtete alles und beschoss vom Wohnzimmerfenster aus die Feinde, damit sie nicht den Eingang erreichen. Paris war sicher. Jana hatte eine verschlüsselte Nachricht geschickt.  Ihr Butler beschützte die Hintertüre und schrie plötzlich auf. Schritte näherten sich und Mason wurde niedergeschlagen. Jana drehte sich um und sah ins Gesicht ihres Feindes.
"Wo ist der Schlüssel zum Schatz?", fragte er.
"Das sage ich nicht", sagte Jana entschlossen.
Er schnippte und mehrere starke Arme drückten sie zu Boden. Mit seinem Messer zerschnitt er ihre Kleidung und streichelte mit der stumpfen Seite des Messers über ihren Körper. Sie schaute nicht hin und weinte fürchterlich. 
"Und jetzt? Ich kann die Seite ja wechseln und dein makelloses Aussehen zerstören", sagte er lüsternd.
Er spürte, dass sich bei ihrem Anblick etwas in ihm regte. Und mehr wollte. Sie weinte und schwieg immer noch. Vielleicht würde sie ja nach einer Runde Spaß ja gesprächiger werden. Er ließ seine Hose runter und machte, was sein Körper wollte. 
Sie schrie weinend und Mason wurde davon wach. Er sah, was man seiner Liebsten antat und sah rot. Obwohl er alles verschwommen sah, kämpfte er sich hoch und versuchte seine Frau zu retten. Aber ein Zöllner stellte sich in den Weg und stach ihn mit der Bajonette in den Bauch. Er spuckte Blut und sah seinen Feind auf sich zukommen.
"Wo ist der Schlüssel, Professor?", fragte dieser.
Mason schwieg und spürte ein Gewehr in seinem Rücken. Ein Schuss fiel und er sackte blutend zusammen. Alexa brach in diesem Moment und machte eine Entscheidung. Sie konnte sich befreien und nahm eins der Waffen.
"Wir nehmen das Geheimnis ins Grab", sagte sie weinend und richtete die Waffe auf sich.
Ein Schuss ertönte und sie sackte tot zusammen. Geschockt rannte er mit seinen Leuten davon und schwor, den Schlüssel eines Tages zu finden. 

Janas Sohn hatte sich verletzt ins Dorf geschleppt und Hilfe geholt. Aber als die Polizei und die bewaffneten Dörfler kamen, waren alle Gegner fort. Überall waren Leichen und Blut. Er schwor, den Ruf der Plantage wieder herzustellen und seine Mutter stolz zu machen.

3 Jahre später

Paris hatte den Verlust ihrer Eltern noch nicht verkraftet. Sie verkaufte die Plantage an Janas Sohn und wollte mit allem abschließen. Nun war sie Volljährig und wollte in die Fußstapfen von Jana und ihren Eltern treten. In Oasis Springs fand sie ein günstiges Haus.



Paris

Ich lebe nun als Agentin in Oasis Springs. Meine Eltern sind verstorben in jungen Jahren und Jana bot mir ein schönes zu Hause. Sie umsorgte mich wie eine Mutter und tröstete mich, wenn ich nachts weinte. Nun war auch Jana verstorben und hatte mir ihr Vermögen vermacht. Aber ich will es noch nicht in Beschlag nehmen und mir alles alleine aufbauen. Das Haus und das Geld sind meine eiserne Reserve im Notfall.  Rasch lernte ich die WG Mitbewohner kennen. Sie bestand aus Don Lothario, Sportler und Frauenheld, Asia Azura, Informatikerin, Bella Blue, Musikerin und Charles Connor, Foscher. Charles und Asia sind ein Paar. Bella die Cousine von Charles und Don der beste Freund von Charles. 



Er warf sofort ein Auge auf mich und ging mit mir am gleichen Abend aus. Nach einigen Drinks hatte er mich soweit, dass ich mit ihm intim werden wollte. 



Der Abend endete bei mir zu Hause im Bett. Am nächsten Morgen war er fort und meldete sich nicht mehr.



Die Wochen danach hatte ich Übelkeit und ich machte einen Schwangerschaftstest. Als dieser Positiv ausfiel, fiel ich aus allen Wolken. Ich wollte noch nicht auf meine Reserven zugreifen, aber anscheinend ging es nicht mehr anders. Das Haus in Oasis Springs war marode und die Kosten hoch. Don würde nie zu dem Nachwuchs stehen oder dafür zahlen. Wie sollte mein Leben nur weitergehen? Kein Reisen, wie ich es geplant hatte.



Don

Diese Paris war echt gut in der Kiste. Ich dachte noch Tage später daran. Aber Bella ist auch ein heißer Feger und so unschuldig. Ich musste sie einfach im Bett testen, obwohl Charlie es nicht wollte. 



Paris

Ich legte einen Garten an, um Geld für Lebensmittel zu sparen. Dazu würden meine Kinder lernen, woher das Gemüse kommt. Und zwar nicht aus dem Supermarkt.



Ich überwand mich und ging mit Don im Heim des Narwals essen. Als er erfuhr, dass ich schwanger war, war er nicht begeistert und leugnete sofort seine Vaterschaft. Hätte ich einfach nur meine Sachen gepackt und die Stadt Oasis Springs verlassen. Es war so verletzend von ihm. Ich hätte es mir denken können, dass er so reagiert. Am Schluss waren wir wieder im meinem Bett, weil er mich besänftigen wollte. Und es klappte für einem Moment.



Don

Ich werde also Vater. Vielleicht kann ich ja mit etwas Geld Paris dazu bewegen, den Nachwuchs entfernen zu lassen. Ich will einfach keine Kinder. Oder eine Frau. Einfach nur Freiheit und meinen Spaß mit Frauen. Jade. Jade Rosa werde ich bald wiedersehen. Vielleicht ist sie ja die Richtige,  die einen Tiger zähmen kann.



Paris

Selbst mit einem Kugelbauch musste ich arbeiten gehen. Mein Chef hatte mich zur Büroarbeit verdammt, obwohl ich mehr kann. Aber in meinem Zustand konnte ich nicht mal einen Gangster jagen.



Zu meiner Überraschung kamen die Drilllinge Sohn Esteban, Sohn Felix und Tochter Del Sol zur Welt. Es war sehr stressig, weil alle immer gleichzeitig unterschiedliche Bedürfnisse hatten. Eine  Hilfe hatte ich nicht. Denn ich hatte in dieser Stadt keine Verwandten oder wahre Freunde.



Mit Jana lebte ich in diesem Haus in Windenburg all die Jahre. Es bietet ausreichend Platz und mein neuer  Chef lässt mich schwerere Aufgaben übernehmen, die besser entlohnt werden. Hier kann ich neu starten und  mit Don Lothario abschließen. Er erwartet mit seiner Ehefrau Jade Rosa Zwillinge. Welch eine Ironie.



 

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