Teil 14 - Das große Abenteuer

Paris

Je älter die Kinder wurden, desto stressiger wurde es. Ich war froh, wenn die Kinder schliefen und ich wenige Stunden Pause hatte.



Wenn sie wach waren, hatte ich zu viel um die Ohren und musste sie immer gleichzeitig betreuen. Mir wuchs alles überm Kopf und ich war kurz vor einem Zusammenbruch. Denn für die Arbeit musste ich auch noch Vorbereitungen und Kurse außerhalb der Arbeit machen. Ich hatte das Gefühl, dass 24 Stunden einfach zu wenig Zeit sind um das alles zu bewältigen. Ohne Schlaf.



Also stellte ich Butlerin Anika Trivedi ein. Sie ging mir unter die Arme und so konnte ich auch manchmal ausatmen.



Als Kinder waren die Drillinge unzertrennlich. Sie machten alles zusammen.



Für die Stadt waren schicke Kleider praktisch, aber für den  peruanischen Busch wählte ich immer die sportliche Variante.



Nachdem ich mich ausgerüstet hatte, ging ich in den Busch. Direkt beim ersten Hindernis tappte ich in eine Falle, als ich ein Relikt holen wollte. Giftpfeile beschossen mich und ich musste ohne das Relikt abhauen. Vergiftet kämpfte ich mich ins Dorf Selvadorada zurück und kaufte mir dort ein Gegenmittel.



Dann ging ich zurück und stand irgendwann vor einem anderem Tor. Die Prüfung dort war ein leeres Camp, was schon lange verlassen war. Da ich mich mit einigen Macheten eingedeckt hatte, nahm ich eine und öffnete einen zerfetzten Rucksack. Skorpione rannten raus und verschwanden in den Busch. Wenn ich reingepackt hätte ohne den Rucksack vorher zu kontrollieren, wäre ich sicher Tod gewesen.



Beim nächsten Tor war meine Prüfung, den Umgang mit einem Jaguar zu trainieren. Er starrte mich an, schien mich aber nicht gesehen zu haben. Ich blieb stehen und sah ihn wenig später ein Tier jagen. Er rannte an mir vorbei und ich hielt die Luft an. Erleichtert verschwand ich schnell in die Richtung, aus der der Jaguar kam und landete vor den königlichen Bädern.

Es wurde langsam dunkel und ich stellte mein Zelt auf. Da keiner in der Nähe war, wusch ich meine Kleidung und hing sie zum Trocknen an einem Ast. Nackt stellte ich ein Relikt zusammen und bekam ein Niesfluch auferlegt. Den Schweiß entledigte ich mir durch etwas Schwimmen in den heißen Quellen. Fledermäuse waren in der Gegend sehr verbreitet und scharf auf mein Blut. Aber ich war gut vorbereitet und lenkte sie mit einem Lockvogel ab. Anschließend machte ich mein Zelt richtig dicht und schlief weiter.



Nach einem Frühstück und Anziehen packte ich alles zusammen. Ein Tor lag neben den Bädern und ich kämpfte mich durchs Dickicht. Ich stolperte über ein Ei und bewachte es vor einem Fressfeind. Wäre ich nicht eingeschlafen und der Fressfeind gefrässig, hätte ich erfahren, was darin war.



Ich entdeckte die königlichen Gärten und erntete einiges ab. Dann ging ich zurück zum Dorf, weil ich keine Vorräte mehr hatte. An meinem vorletzten Tag wollte ich Spaß haben und ging nach dem Aufrüsten in die örtliche Bar. Die Männeraugen hingen auf meine Hüften und meinem Hintern. Ein paar tanzten mich sogar an und betaschten mich. Ich ließ es über mich ergehen und stieß die Männer weg, bevor sie auf falsche Ideen kamen. Die Senioren hier sind aber auch recht fit. Sie tanzten, als wären sie 20 Jahre alt.



In den frühen Morgenstunden machte ich mich wieder auf dem Weg in den Busch, um den Tempel aufzusuchen. Unterwegs hörte ich Hilferufe und konnte die Pflanze ablenken. Wir rannten davon und die junge Frau bedankte sich bei mir. Sie schenkte mir etwas zum Dank und verschwand wieder. An einer abgelegenen Stelle entdeckte ich einen Ort zum Fischen. Anscheinend gibt es hier auch Bienennester unterm Wasser. Sie schossen aus dem Wasser und wollten mich angreifen, aber ich hatte eine Blume dabei, die sie interessanter fanden. Anschließend angelte ich fleißig und fing dicke Fische.



Ich musste weiter und fand den Tempel. Ein leuchtendes Ei streifte meinen Weg und ich schaffte es, dass es schlüpfte. Ein kleines Alien kam heraus und wollte mir nicht mehr von der Seite weichen. Ich nahm es mit  und wollte es meinen Kindern zeigen. Langsam arbeitete ich mich im Tempel vor und untersuchte alles genau. Warum man eine Lounge im einen Tempel hat sollen mir mal die Einwohner des Dorfes erklären. Es lief laute Musik. Aber keiner war da. Am Schluss war ich mit dem Elektroschock des Sensenmannes verflucht und musste drei Tage aufpassen, dass ich nicht einen tödlichen Elektroschock bekam.



Ich kündigte nach 10 Jahren den Agentendienst und wurde Archäologin.

Mein Sohn Felix Croft ist Rebellisch und Hitzköpfig. Leider gingen seine Noten in letzter Zeit in den Keller und er prügelt sich mit seinem Umfeld. Auch vor seinem eigenen Geschwistern macht er nicht halt.



Esteban ist ein Spinner und Faul. Er versucht immer wieder zwischen seinen Geschwistern zu vermitteln und Felix zu beruhigen.



Del Sol ist Tanzwütig und Künstlerisch. Sie liebt das Malen, wird aber von ihrem Bruder Felix immer damit aufgezogen und prügelt sich regelmäßig mit ihm.



Anika wurde von ihrer Agentur in einem anderen Haushalt geschickt, weil sie mit den Drillingen überfordert war. Ihr Nachfolger war zunächst der alte Akita Fujita. Er fand die Teenies eher umgänglich.



Leider wurde ich bei Don wieder schwach und landete mit ihm im Bett. Diesmal war ich wieder schwanger.



Esteban

"Del Sol, beruhige dich", flehte ich.
Ich war meinem Geschwistern gefolgt und traute meinen Augen nicht. Mal wieder eskalierte alles und beide schlugen sich.
"Dann soll sich Felix bei mir entschuldigen", forderte Del Sol.
"Nie im Leben, du Nervensäge und Streberin. Meine Clique ist mir wichtiger als die öde Schule", sagte Felix und winkte ab.
Del Sol stürmte auf Felix zu und schlug ihn schon wieder.
"Leute. Bleibt ruhig. Wir müssen gleich eh zur Schule", sagte ich und versuchte beide zu trennen.
Dabei erwischten sie mich und meine Nase blutete. Ich rannte fort und sofort zur Schule.

Del Sol

Wie immer hatte ich meinen Bruder besiegt. Er spuckte Blut und sagte:
"Ich gehe gleich mit meiner Clique weg. Ein paar Zigaretten und Bierflaschen kaufen. Dann hängen wir an unserem geheimen Ort ab. Und DU kannst nichts dagegen machen."
Ich sah rot und zog ihn an den Kragen hoch. Er lachte auf und eine Faust landete im meinem Gesicht. Ich ging zu Boden und er rannte davon. Alle meinen, ich sei wie meine Mutter. Stark und mutig. Was auch Nachteile mit sich zieht. Kein Mann mag mich. 



Mama ließ auch ein neues Haus bauen, damit wir mehr Platz haben.


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