Teil 2 - Besonderer Besuch

Camille fand sich langsam mit ihrem Schicksal ab und lebte sich in dem neuen Land ein. Eine enge Freundin wurde Darling Walsh, die ihre Seelenverwandte war. Zu Hause begann sie ihrem Bruder im Haushalt zu helfen und lernte viel für die Schule.




Mit Wilma Blancos Einzug veränderte sich der Haushalt. Die junge Agentin war schon länger mit Adrien zusammen und liebte ihm über alles. Sie zog sogar aus dem Nest in Oasis Springs aus, um bei ihrem Liebsten zu sein. Camille musste sich mit dem Gedanken anfreunden, dass sie sich ihn nun teilen musste. Wilma war ihr auch sofort sympathisch. Nur hatte sich gewünscht, sie vor dem Einzug näher kennenzulernen zu können. Nun wohnten sie in einem kleinen Wohnraum und beschnuppterten sich.




Camille entdeckte wenige Wochen später eine Veränderung bei Wilma. Sie war dicker geworden und übergab sich immer morgens. Das konnte sie sogar durch ihre Türe hören. 
"Ob sie schwanger ist?", fragte sich Camille innerlich. 
Sie hatte noch nie eine schwangere Frau gesehen, aber aus den Büchern kannte sie die Anzeichen dafür. Man wurde dicker, die Brüste größer, die Haut rosiger, Essattacken auf seltsame Esskombis, stärkeres Toilettenbedürfnis und Übelkeit am Morgen. Alles traf auf Wilma zu. Wilmas Tapferkeit hatte sie beeindruckt. Sie löschte ein Feuer in der Wohnung und wartete nicht auf die Feuerwehr. Dabei hätte ihr und dem Kind auch etwas zustoßen können. So mutig wäre Camille auch gerne eines Tages. Sich Gefahren zu stellen, egal, wie gefährlich sie sind.




Ihren Mut konnte sie wenig später unter Beweis stellen. Die Erwachsenen waren arbeiten und an den Wänden waren Tiere auf Wanderschaft. Sie suchte das Kakerlakenspray raus und tötete vorerst die Tiere. Aber bald würden die Kinder auftauchen, da war sie sich sicher.




Beim Frühstück war sie lange am Überlegen. Über das Gespräch mit ihrem Bruder wenige Tage zuvor. Seine Schwiegermutter in Spe bot ihnen Wohnraum im eigenen Haus an. Dafür müssten sie aber nach Oasis Sprrings ziehen. Eigentlich wollte sie nicht, aber Wilma wirkte so glücklich und sie stimmte dann zu. Immerhin hatte sie in San Myshuno ihre Freunde gefunden und müsste ihre BFF zurücklassen. Adrien meinte, sie könne ja zurückgehen, wenn sie älter ist und auf eigenen Beinen steht. Mit diesem Kompromiss freundete sie sich am Schluss an und half beim Packen.




Adrien hatte dieses Apartment satt. Immer war etwas kaputt oder Untermieter waren unterwegs. Maxilianes Angebot kam ihm da gerade recht. Er müsste sein Umfeld wechseln und seine Schwester einweihen, aber Wilma würde sich freuen. Sie vermisste ihre Mutter sehr und vor allem ihre Kochkunst. Sie fackelte nicht das Haus ab, wenn sie kochte. Wilma schon. Das neue zu Hause wäre auch etwas außerhalb der Innenstadt von Oasis Springs liegen. Es heißt neue Nachbarn und Bekannte für alle. Maxi freute sich am Schluss über die Zusage und weihte ihren Mann Don Blanco ein.




In Oasis Springs mussten sich alle neu einleben. Auch Oma Maxi. Sie verkaufte ihr altes Haus und j´kaufte dafür ein größeres Haus mit fünf Schlafzimmern.




Vor allem die Familie ihrer Tochter interessierte sie am meisten. Schwiegersohn Adrien war ihr rasch ans Herz gewachsen. Vor allem Camille. Sie war Vollwaise und durfte sie Oma Maxi nennen.




Die Geburt von Tochter Isabella war ein großer Moment für alle. Sie wurde auf der Stelle von allen angehimmelt und verwöhnt.




Don setzte sich zu seiner Frau und sagte:
"Schatz, ich möchte ein Kind mit dir haben."
"Aber ich bin doch eine alte Frau und kann keine Kinder bekommen", erwiderte Maxi überrascht.
Bisher war es kein Thema für ihm, aber seit Isabellas Geburt wollte er selbst etwas in die Welt setzen. 
"Dann adoptieren wir ein Kind. Die armen Waisen haben keinen und freuen sich sicher über ein neues zu Hause", sagte er.
"Lass mich über deinem Vorschlag nachdenken", sagte Maxi und ging gähnend hoch. 
Er folgte ihr und hoffte, dass sie zustimmt.




Lilith Vatore hatte Hunger. Großen Hunger. Aus diesem Haus kam der Duft von einem Baby. Also müsste die Mutter des Kindes lecker schmecken. Sie betrat lautlos das Haus und untersuchte es sofort.




Der Kinderspieltisch erregte wortwörtlich ihre Aufmerksamkeit. Sie starrte es ewig an und vergaß ihren Plan komplett.




Die Hausbewohner ignorierten sich auch geschickt. Entweder waren sie blind oder einfach nur abgelenkt. Immerhin konnte man sie nicht übersehen.




Sie beobachtete in Ruhe die  Versorgung von Isabella und verliebte sich spontan in den hübschen Kindsvater. 




Getopt wurde alles von Oma Maxi. Sie bemerkte nicht, wie Lilith ihr folgte und sie beim Techtelmechtel beobachtete.




Am Schluss war sie wieder bei diesem Spieltisch und spielte mit den Kinderspielzeug.




Und machte Armbeugen, bevor sie ging.  











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