Teil 6 - Große Liebe mit Max Villareal

Drei Monate später

Ein Sturm fegte über Granity Falls. Das Wasser war unruhig und das marode Seil um den Gewicht löste sich. Der schwarze Müllsack stieg langsam auf und das Wasser trug den Sack zum nächsten Ufer. 

Am nächsten Morgen lief ein junger Ranger durch die Gegend und begutachtete die Schäden. Viele Bäume haben leichten Schaden genommen und müssten von einem Fachmann untersucht werden. Im Wasser schwammen Äste und andere Sachen, die nicht reingehören. Der Ranger entdeckte einen schwarzen Müllsack und zog den aufs Land. Als er ihn öffnete, kam ihn ein modriger Geruch entgegen. 
"Hat schon wieder ein Jäger die Tierreste illegal entsorgt?", fluchte dieser. 
Er öffnete mehr den Sack und schaute ins Gesicht eines Menschen. Panisch fiel er nach hinten und schnappte nach Luft. 
Er nahm sein Funkgerät und funkte die Basis an.
"Alpha 2 an Basis. Hier ist eine Leiche", sagte er mit zitternder Stimme.
"Hat schon wieder ein Jäger seine Tierreste entsorgt. Das ist doch nichts Neues", sagte die Basis.
"Nein. Da ist ein toter Mensch", sagte er.
Am anderen Ende kam ein Schweigen.
"Ich rufe die Polizei an. Kannst du mir sagen, in welchen Bezirk du bist?", sagte sein Chef.
"Bezirk 12, Bereich Fluss", antwortete der Ranger und stand mit wackligen Beinen auf.
"Ich werde mit der Polizei persönlich auftauchen. Bleib vor Ort bei dem Fund", sagte sein Chef.

Eine halbe Stunde später erschien sein Chef mit der Polizei samt Spurensicherung. Ein Mann im Anzug fluchte vor sich hin und kam auf dem jungen Ranger zu.
"Ich bin Kommissar Walter, der leitende Ermittler. Können Sie mir sagen, wie sie den Fund gemacht haben?", fragte der Mann im Anzug.
"Nun ja. Ich machte meine Runde, weil gestern ein Sturm war und der Schaden an den Bäumen sowie Umfeld notiert werden mussten. Dabei entdeckte ich zwischen den Naturmüll im Fluss den Sack und dachte, es wäre Tierkadaver. Ich machte den Beutel auf und entdeckte die Leiche", antwortete der junge Ranger.
Der Kommissar hob nur eine Augenbraue und erschrak, als ihn jemand von hinten antippte. Er drehte sich um und sah jemanden von der Spurensicherung. Dieser flüsterte ihm etwas im Ohr und er ging mit ihm mit.
Mit etwas Abstand wandte er sich dem Kollegen zu und hörte ihm zu.
"Das Opfer ist Adrien Bouvier. Ein FBI-Agent aus Willow Creek. Ist vor einigen Monaten spurlos verschwunden. Mit Drogen in Wert von mehreren Millionen. Du wirst noch unser Bericht bekommen. Die Börse und das Handy waren feuchtfest in einer Tüte. Dadurch konnte man ihn identifizieren", sagte der Mann von der Spurensicherung.
"Mist. Ich muss das FBI kontaktieren. Das heißt wieder ein Machtkampf. Danke für die Info", sagte Kommissar Walter und kratzte sich nervös am Kopf.
Hätte er geahnt, womit er es zu tun hat, hätte er sich nie dem Fall angenommen. Diese Geschichte war definitiv zu hoch für ihm und muss es wohl an die feinen Herren des FBI übergeben.

Eine Stunde später waren noch mehr Menschen vor Ort und die Polizei musste sich zurückziehen. Agent Noel kam dem alternden Kommissar suspekt vor und meinte, der Agent würde einen Geist sehen. Dieser stand bleich vor der Leiche und sagte nichts. Er starrte immer wieder zum Wasserfall wenige Meter entfernt. 
"Sie wissen es, Noel", sagte Adrien als Geist zu Noel.
Noel schüttelte seinen Kopf und versuchte Adrien zu vergessen. Dessen neuer Partner schaute verwirrt und fragte sich, was los sei. 
"Sie werden es bald herausfinden. Was du mir angetan hast", sagte Adrien zu Noel und schaute ihn belustigt an.
Adrien konnte seine Angst spüren. Sie riechen. 
"Sei still Adrien! Sie werden nie herausfinden, dass ich dich getötet habe", schrie Noel wahnsinnig.
Adrien ging einige Schritte zurück und lächelte zufrieden. Noel schaute ihn entsetzt an und merkte erst jetzt, dass er sich verplappert hatte. 
"Was hat er dir angetan?", fragte sein Partner.
Adrien schaute überrascht und schwebte zu Noels Partner.
"Er hat mich betäubt und den Finger abgetrennt. Anschließend wie Abfall in einem Sack gepackt und in der Nähe des Wasserfalls mit einem Gewicht versenkt. Ich habe noch einen Tag durchgehalten bis ich erstickt bin. Er soll auch so sterben. Wegen ihm kann ich meine Familie nie wieder sehen oder sie umarmen", schrie Adrien wütend.
Noel zitterte am ganzen Leib und lachte auf einmal seltsam. Die anderen Agenten und dessen Vorgesetzter hatten bereits ihre Waffen gezogen und visierten Noel an. Noel zog seine Waffe und zielte auf seinem Partner.
"Ich habe doch eh nichts mehr zu verlieren", sagte Noel und drückte ab.
Sein Partner sackte blutend zusammen und Adrien nutzte Energie, um ihn am Leben zu lassen. Er war in der Lage, mit ihm zu reden. Der Agent durfte nicht sterben.  
Entsetzt von der Tat merkten seine Kollegen zu spät, dass er geflohen war. Am Eingang war immer noch die Polizei, die ihre Sachen packte. Noel schnappte sich einen jungen Kadetten und hielt ihm die Waffe vor dem Kopf.
"Wenn Ihr uns folgt, ist der Junge Tod", sagte er.
Noel schnappte sich ein Fahrzeug der Polizei und befahl den Jungen, sich auf dem Fahrersitz zu setzen. Er raste los und Kommissar Walter reagierte sofort. Aus der Ferne sah er schon das FBI auf sich zukommen und funkte zum Hauptquartier. Er beschrieb den Täter und das gestohlene Fahrzeug der Polizei mit dem Anhang, dass der Agent ein Mörder sei und eine Geisel hat. 
"Rufen Sie einen Krankenwagen für unseren Kollegen. Er wurde angeschossen", sagte ein Agent.
Mehrere Agenten rannten zu ihren Wagen und verfolgten das Polizeiauto. Zwei blieben vor Ort und kümmerten sich zusammen mit dem Vorgesetzten um den verletzten Kollegen. 

Das Fazit am Ende des Tages war: Ein verletzter Agent. Ein toter Agent, der unschuldig war. Noel, nach dem nun überall im Land gefahndet wird. Ein toter Kadett, weil dieser ein Zeuge war. Die Nachrichten verbreiteten sich schnell in den Medien. Adriens Unschuld war nun bewiesen, dafür musste aber noch ein anderer Mensch sein Leben lassen. Noels Gesicht war nun überall durch die Medien bekannt. Dank den verkauften Drogen konnte er sich ins Ausland absetzen und musste nur noch warten.


Für Adriens Familie war die Botschaft ein Schlag in die Magengegend. Sie haben schon immer an ihren Vater und Mann geglaubt. Nun war die Unschuld bewiesen und trotzdem waren sie nicht glücklich. Sie mussten ihn beerdigen und gehen lassen. Während die Kinder mit einer Therapie damit langsam fertig wurden, trauerte Penny ihrem Geliebten lange nach. Sie vermisste die Stunden mit ihm und wünschte sich, sie könnte Adrien nur einmal sehen.



Wenn sie aber sah, wie ihre Kinder munter waren und Adriens Ableben verkrafteten, gab es auch ihr Kraft.



8 Jahre später

Vieles hatte sich in Reginas Leben verändert. Ihre Mutter war seit drei Jahren mit Diego Lobo liiert und sie musste wie ihr Bruder Quinn seinen Namen annehmen. Dazu zogen sie zu ihm nach San Myshuno. Während ihr Bruder heute arbeitslos ist und noch nicht weiß, was er möchte, weiß sie es genau. Sie möchte eine gute Politikerin werden und die Welt verbessern. Jetzt lebt sie in Windenburg und will dort ein neues Leben starten.



Regina lebt sehr gesund. Neben Tee macht sie viel Sport.



Oder Yoga.



Zu ihren älteren Geschwistern hat sie ein enges Verhältnis. Vor allem zu Isabella Grusel. Sie freute sich riesig, als diese schwanger bei ihr auftauchte. Immerhin würde sie jetzt Tante werden und wollte ein gutes Vorbild abgeben.



Adriens Tod sollte nicht umsonst sein. Die Drogen waren teilweise immer noch verschwunden und Papas Opfer sollte nicht umsonst sein. Also machte sie sich schlau und fand heraus, dass dieser Max Villareal Noel und seinen Bruder beim Drogendiebstahl unterstützt hatte. Sie wollte nun wissen, was damals passiert ist und suchte ihn auf. Leider war er nicht da.



Wenige Tage später traf sie ihn an und wurde reingelassen. Er musterte sie stumm und hörte sich ihr Anliegen an. Der Unterweltboss grinste auf einmal höhnisch und sagte:
"Ich sage dir, was damals passiert ist. Dafür musst du mir einen kleinen Gefallen tun. Da hinten ist mein Bett und ich würde dich darin gerne ausprobieren."
Regina war noch Jungfrau und total überfordert mit seiner Forderung. Trotzdem sagte sie zu.
"Also. Ich war damals ein kleiner Ganove und verdiente mein Geld mit Diebstählen und Einbrüchen kleinen Kalibers. Da kam dieser Agent names Noel in Begleitung seiner Bruders. Seinen Bruder kannte ich beruflich schon und wusste, dass wir uns ähnlich sind. Sie erklärten mir, dass man eine große Menge hochwertiges Kokain gesichert hätte. Ich würde einen Teil bekommen, wenn ich ihnen helfe, das Zeug außer Landes zu schaffen. Dafür sollte ich nur den Fluchtwagen fahren. Ich stimmte zu und alles lief nach Plan. Beide Brüder brachten einen Karton nach dem anderen raus und packten diesen in den Transporter. Wir fuhren zur Staatsgrenze und unsere Wege trennten sich. Ich bekam einen Karton und versenkte den Transporter. Die Drogen habe ich immer noch. Ich habe gehört, man sucht aktuell nach den Drogen. Ich könnte sie anonym zurückgeben, dafür möchte ich deine Unterwäsche behalten", sagte er.
Regina war fassungslos und wurde rot .
"Okay", nuschelte sie.
Was Max dann sah gefiel ihm. Eine unschuldige Jungfrau ohne Wissen über so ein Thema. Sie zu demütigen würde ihm Spaß machen. Sehr großen Spaß. Ohne Unterwäsche verließ Regina sein Haus und er hielt sein Versprechen und brachte die Drogen zur Polizei.



Isabella kam wie immer ihre Schwester besuchen und fragte sie direkt:
"Wann ist es bei dir so weit?"
"Wie?", fragte Regina verwirrt.
"Na, die Geburt deines Kindes. Eine werdende Mutter erkenne ich sofort. Die rosige Haut, die größeren Brüste und den kleinen Bauch", sagte Isabella.
Regina stand kurz vor den Tränen und sah sich nun mit den Folgen von diesem Tag konfrontiert.
"Wenn du noch nicht beim Frauenarzt warst, würde ich an deiner Stelle sofort hin", strahlte Isabella.
Ihr Handy klingelte und sie schaute nach.
"Ich muss los. Alex hat eine Überraschung für mich", sagte Isabella und ging.



Regina nahm ihre Worte ernst und machte einen Test. Dieser fiel positiv aus. Im ersten Moment war sie total glücklich, aber dann wurde ihr klar, dass der Moment total falsch war. Sie konnte sich selbst kaum ernähren und nun musste sie ein Kind durchbekommen. Und dem Vater sagen, dass es Nachwuchs gibt.



Nach einem Abstecher beim Frauenarzt wusste sie zumindest, dass es Zwillinge werden. Also hatte sie schon mal Wiegen besorgt. Max hatte sich nach dem Abend echt in Regina verliebt und freute sich auf ein Treffen mit ihr. Da er eine lange Reise nach Hause gehabt hätte, wollte er bei ihr übernachten und sie näher kennenlernen. In seinen  Augen war sie immer noch die fromme Politikerin. Die Wiegen im Schlafzimmer verwirrten ihn und er fragte:
"Was ist denn hier los?"
"Ich bin schwanger", sagte sie freudig.
Im ersten Moment fühlte er sich überrannt von dieser Botschaft und sah seine Kinder bereits in den Händen seiner Feinde.  Aber er ließ sich nichts anmerken.
Nachdem sie schlief, schlich er ins Wohnzimmer und telefonierte:
"Ich muss mein Gefallen bei dir einlösen."
"Schau mal auf die Uhr. Du solltest auf der Arbeit sein. Warum einlösen? Was ist passiert?", fragte sein Gesprächspartner.
"Ich habe eine wunderschöne Frau kennengelernt und habe mit ihr bald Kinder. Zu ihrer Sicherheit ziehe ich bei ihr ein. Kannst du in meinen Abwesenheiten schauen, ob alles in Ordnung ist?", fragte Max.
"Klar Bro. Deine Braut und die Kinder sind in guten Händen. Wann ziehst du wieder in dein Apartment in San Myshuno? Die Cops sind mittlerweile wieder fort", sagte sein Bro.
"Engagiere einen Innenausstatter. Ich brauche zwei Kinderzimmer für zwei Kinder", sagte Max.
"Mache ich Bro. Bis dann", sagte sein Bro.
Max verließ das Haus und stieg ins Auto.




Er schaffte es, Reginas Herz zu erobern. Sie hatte sogar nichts dagegen, dass er bei ihr wohnte.



Luna Flex, die ältere Schwester von Max, kam zu Besuch und fragte ihren Bruder:
"Du hast im ernst eine feste Freundin? Dazu noch so ein liebes Ding. Wie hast du das denn geschafft?"
"Das Wunder der Liebe und zwei Kinder unter ihrem Herzen", antwortete er grinsend.
"Du.Was? Ihr bekommt zusammen Kinder. Die Arme tut mir bereits jetzt echt leid. Ich beneide ihre Situation nicht gerade", sagte sie skeptisch.
"Du bist meine Schwester und so gemein. Dein Mann ist ein alter Senior. Vergiss das nicht", sagte Max.
"Na und. Wir sind aber seit 20 Jahren liiert. Und haben selber Kinder", sagte Luna eingeschnappt.
Regina kam von der Arbeit und war über den Besuch erstaunt. Luna nahm sofort ihre Schwägerin in Spe ein und Max konnte dem nicht widersprechen.



Nachdem Luna fort war, bat er Regina um ihre Hand. Regina nahm den Antrag an und heiratete ihn spontan.



Er zog mit ihr nach San Myshuno in seine eigentliche Bleibe. Es war ein großes Apartment mit Angestellten. Sie fühlte sich von ihren Mann reingelegt, als er ihr die großen Schlafzimmer zeigte und die Aussicht. Aber Max meinte es ernst. Er lebte wirklich in diesem Apartment.







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