Kapitel 13

Liebe Eve,

es tut mir so leid, dass ich dein Leben nicht komplett miterleben kann. Wie soll ich nur diesen Abschiedbrief anfangen? Immerhin wirst du dich nicht mehr an mich erinnern. Ich lege ein Foto von mir in dem Brief, damit du mich auch sehen kannst. Wenn du diesen Brief liest, werde ich schon lange nicht mehr leben. Am besten fange ich von vorne an. 
Geboren wurde ich als eine Stein in Newcrest. Mein Traum war schon immer Tanzen gewesen. Also ging ich als junge Erwachsene ins Ausland und besuchte eine Tanzschule. Einige Jahre arbeitete ich im Filmgeschäft. Zuerst als Backgroundtänzerin. Später bekam ich Hauptrollen. Zwischendurch besuchte ich meine Eltern und kam zurück nach Amerika, nachdem ich vom Filmgeschäft genug hatte. Ich fing in einer renommierten Tanzschule als Lehrerin an und wurde später die Leiterin. Mein Mann Xanten Wolf war damals ein Schüler meiner Schule. Er war jung und voller Energie. Ich hingegen war Mitte 40 und nicht mehr die Schönste. Trotzdem haben wir geheiratet. 10 Jahre ging es gut.
Als er erfuhr, dass ich schwanger mit dir war, wollte er sofort die Abtreibung. Anstatt zur Abtreibung zu fahren versteckte ich mich bei meiner Freundin Lady Lisbeth Grayson. Dort kamst du auch zur Welt und sie adoptierte dich. Meinen Mann log ich an. Ich konnte dich einfach nicht töten. Du hast mir so viel bedeutet. Auch wenn du nun woanders leben würdest, könnte ich dich immer noch sehen. 

Jetzt sind zwei Jahre seit deiner Geburt vergangen und ich fühle mich leer. Mein Mann engt mich zunehmend ein und verbietet mir alles. Alkohol und Drogen wurden meine besten Freunde. Ich kann und möchte nicht mehr leiden und jeden Tag ein Stück von mir verlieren. Mir fehlt die innere Kraft und Energie, ihn zu verlassen. Ich habe Angst vor der Zukunft. Meinen Job habe ich wegen meinen Problemen auch verloren. Ich bin abgestürzt. Komplett abgestürzt. Weinend schaue ich jeden Tag aufs Meer und träume davon, wie es mich davonträgt und ich nie wieder komme. Mich von meinem Schmerzen befreit. Dieser Enge. Morgen werde ich den Schritt wagen. Das Meer wird mich in die Ferne treiben und ich werde für immer einschlafen und keine Schmerzen mehr haben. Lisbeth ist eingeweiht. Du sollst meine Worte lesen, wenn auch sie nicht mehr lebt. 

Deine Mutter Else Wolf


Else weinte nach dem Brief und schaute sich das Foto ihrer Eltern an. Beide waren hübsch und da noch glücklich. Leider war das Foto nur eine Momentaufnahmen. Sie hat von Beiden etwas. Aber das Wesen der Graysons. Sie waren Abenteurer mit viel Geld. 

Eve lebte bis vor Kurzem auf dem Anwesen der Graysons in Brindleton Bay. Es hat viele Schlafzimmer und sehr viele Freizeiträume. 



Sie stellte nach dem Tod ihrer Eltern die Butlerin Eva ein. Ihr alter Butler war ein Senior und mochte sie noch nie. 



Eva war fleißig. Denn das Haus ist so groß, dass man alleine es nicht sauber halten kann. 



Kamine gibt es in jedem Schlafzimmer. In kalten Wintermonaten kann man sich dort gut aufwärmen und warm einschlafen. Sogar Evas Raum hat ein Kamin. So ein Luxus ist echt selten.



Die Delgatos waren die Nachbarn.



Aber das Haus war zu groß für sie alleine. Ihr großer Bruder Halva El Majbouri brauchte Platz, weil er eine Frau und zwei Kinder hat. Sie überließ ihm das Haus und zog nach Oasis Springs. Von Kälte kann man dort nicht mal sprechen. Selbst im Winter herrschen dort 40 Grad + am Tag. 




Die Vorbesitzer hatten ein Kind und es entsprechend ausgestattet. 




Ihr treuer Gefährte Rüde Frankie ist eine deutsche Dogge. Ich weiß nicht, warum er seit dem Umzug chronisch schmutzig ist. Vielleicht spielt er ja in staubigen Stellen. 




Die erfrischende Eigenschaft von Wasser haben beide rasch entdeckt. 




Spontan fuhr sie nach San Myshuno und schaute sich das Gewürzfest an. Dort war ihr Bruder am Arbeiten. Stellvertretend für einen Kumpel. Und Onkel Malcolm traf sie auch, der zufällig nebenan wohnte. 




Abends war sie wieder zu Hause und wurde glücklich begrüßt. 




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