Teil 11 - Nach San Myshuno

David

Ich hatte mit Shirley wunderschöne Flittertage ohne viel Stress und mit viel Natur. Dabei überraschte sie mich mit ihrer erneuten Schwangerschaft. Ich freute mich natürlich, fragte mich aber auch, wo der Nachwuchs schlafen soll. Alle Schlafzimmer sind belegt und die Teenager rücken sicher nicht gerne zusammen. Ronny würde auch nie ihr Zimmer teilen. Also rief ich meine Schwester an und bat sie um die Wiegen ihrer Kinder. Sie sollte sie bei uns im Haus aufstellen. Zunächst war sie verwirrt, aber dann fragte sie mich das, worüber ich mir selbst den Kopf zerbrach. Ich konnte ihr auch keine Antwort geben und wollte erstmal improvisieren.



Die Geburt der Zwillinge Sue und Tony beendete unsere Flittertage vorzeitig. Nachts kamen die Wehen und morgens waren wir wieder bei uns zu Hause. Die Kinder wussten noch nichts von unseren Mitbringsel und wir wussten nicht, wie sie reagieren würden.



Odette flippte komplett aus und war nur noch wütend. Jetzt musste sie mit ihrem Bruder ein Zimmer teilen. Auch wenn es nur für wenige Monate war. Paddy war ebenfalls wütend und zog zu seiner Langzeitbeziehung Olivia Kim nach Willow Creek. Damit hatte Odette wieder ein eigenes Zimmer. Was sie trotzdem nicht besser stimmte.



Ronny hingegen war offen für ihre Geschwister. 



Fairy tauchte aus dem Nichts auf und war total verändert. Die 16 Jahre Gefangenschaft hatten ihre Spuren hinterlassen und ihr Wesen verändert. Sie war nicht mehr die lebenslustige Frau, sondern eine gebrochene Frau, die nach ihrer Befreiung durch die Polizei und einer Therapie wieder Fuß fassen wollte. Odette zog mit ihr nach Oasis Springs, damit im Haus etwas Ruhe einkehren konnte.




Ronny

Meine Gang darf von meinem Geheimnis nichts erfahren. Neben guten Noten kümmerte ich mich gerne um die Mädchen und half meinen Eltern im Haushalt. Damit wollte ich meine Schulverweise und Straftaten wieder gut machen.




Leider sahen sie es etwas anders. Sie sorgten sich um meine Zukunft und sahen in meinem festen Freund Ivan Johann eine Bedrohung. Er ist ein Vampir und so drauf wie ich. Wir Trinken und nehmen Drogen. Begehen Straftaten. Machen gerne mal Blau. Ich lernte ihn kennen, als mich meine Geschwister drei Tage lang alleine gelassen hatten. Er zeigte mir, wie man mit Straftaten überlebt und wie es ist, eine Familie zu haben. Die Familie war in dem Fall seine Gang bestehend aus Menschen und Vampiren, die gerne Mist bauen. 




Nach einem Streit rannte ich wütend auf die Straße und beleidigte mal wieder Menschen. Da piepste mein Handy und ich entdeckte eine Nachricht von ihm auf dem Handy.
Ivan: Habe einen Juwelier zum Ausrauben entdeckt. Willste mitmachen?
Ich: Na klar. Kann Frust wegen Familie ablassen.
Ivan: Liegt in San Myshuno Nobelgegend. Straße ... Warte um 22.00 Uhr auf dich in der Nähe. 
Ich:  Zu Zweit?
Ivan: Yep. Andere brechen woanders ein.
Ich: Fahre sofort los. Kann ich bei dir pennen?
Ivan: Klar Babe.
Danach kehrte ich nie wieder heim.



David

Ich habe Ronny als Vermisst gemeldet. Sie kam nach einem Streit einfach nicht mehr nach Hause und ich machte mir große Sorgen. Die hat sicher wieder etwas ausgefressen. Das Ganze war ein Jahr her und die Mädchen wurden zu Kleinkindern. Wir kümmerten uns liebevoll um sie und wollten verhindern, dass sie wie Ronny enden.




Shirley war erneut schwanger und ich redete lange mit ihr über einem Umzug nach San Myshuno. Dort könnten wir neu starten und den Kindern ein besseres zu Hause bieten. Alle Nachbarn wollten mit uns nichts zu tun haben. Vor allem nach Ronnys Einbrüchen. Dort würde uns keiner kennen und die neue Nachbarn würde freundlicher reagieren, wenn man sich trifft.




Tony

Sue und ich waren nach dem Umzug total traurig, obwohl wir noch Kleinkinder waren. Aber wir lebten uns in die laute Stadt ein und mochten unsere Brüder Wulf und Xeno. Sie waren so niedlich. 




Mama und Papa kümmerten sich sehr viel um die Jungs und das störte uns nicht. Denn wir hatten uns beide.




Eines Nachts entdeckte ich ein Monster und wollte meine Eltern wecken. Aber ich wollte nicht wie ein kleines Kind wirken und versuchte Kontakt aufzunehmen. Leider hatte das Monster keine Lust zu plaudern und Papa musste es verjagen.  





 


 




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