Teil 4 - Alte Gefühle

Jordan

Ich vermisse die Zeit, wo die Kinder so klein und niedlich waren. Sie brauchten mich und brachten Leben in mein Leben. Dazu waren sie immer an meiner Seite.



Yves

Mama zog mit uns aus beruflichen Gründen nach San Myshuno. Wir mussten unsere Freunde in Windenburg zurücklassen und waren die erste Zeit nur unter uns. Wie damals als Kleinkinder. Unsere neue Klasse konnte uns nicht unterscheiden, egal, wie wir uns kleideten und verhielten. Sie mieden uns und wir beide spielten immer zusammen.



Ich vermisste so sehr meinen Papa, obwohl wir erst in den Sommerferien bei ihm waren. In der neuen Stadt probierten wir sogar neue Grenzen aus und keiner bemerkte es. 
"Xafira, sollen wir morgen blau machen und zu Papa fahren?", fragte ich meine Schwester eines Tages.
"Ich bin dabei. Wir legen unser Geld zusammen und fahren nach Oasis Springs", antwortete sie strahlend.



Anstatt zur Schule zu fahren fuhren wir mit dem Zug nach Oasis Springs. Leider waren wir danach pleite und mussten zu Fuß zu Papa gehen. 
"Ich will nach Hause", sagte ich ängstlich,"Mama macht sich sicher Sorgen um uns."
"Nein, wir klingeln und besuchen Papa. Außerdem haben wir kein Geld für die Rückfahrt", sagte Xafira entschieden und ging zu Papas Türe.
Sie klopfte an und von innen kam Papas Stimme.



Lucas

Ich traute meinen Augen nicht, als meine Töchter vor der Türe standen. Jordan weiß ganz sicher nichts über ihren Ausflug. Vor allem auch, weil es mitten in der Woche war und beide in die Schule gehörten. 
"Kinder, warum seid ihr hier?", fragte ich besorgt.
"Wir haben dich vermisst", antwortete Yves.
"Ich wollte dich sehen", antwortete Xafira.
Yves widmete sich schnell dem Fernseher, während ich mich mit Xafira an den Tisch setzte.
"Was ist los mit dir?", fragte ich meine Tochter.
"Ich will bei dir leben. Mama teilt sich immer für uns Drei auf, aber sie scheint total überarbeitet zu sein und braucht eine Entlastung. Dazu mag ich dich viel lieber", antwortete Xafira.
Ich war sprachlos im ersten Moment und sagte dann:
"Ich rede mit deiner Mutter darüber. Und fahre euch gleich nach Hause. Ihr habt sicher kein Geld mehr für die Rückfahrt."
Sie wurde rot vor Scham und Tränen liefen über ihre Wangen. Wenn Xafira bei mir einziehen würde, müsste ich mit Nina reden. Sie hat eine Tochter in ihren Alter und bittet mich ganze Zeit schon bei ihr zu leben. Vielleicht nehme ich das Angebot an und ziehe bei ihr ein, wenn alles geklärt ist.




 Xafira

Papa brachte uns nach Hause und gab uns etwas Geld. Wir machten unsere Hausaufgaben und bestellten uns indisches Essen beim indischen Imbiss. Boah, das Essen war mal so richtig scharf und wir mussten immer wieder Feuer spucken.



Jordan

Zurzeit bin ich total überarbeitet. Ich muss drei Töchter versorgen, wobei Atlantis den größten Aufwand hat. Sie ist ein Kleinkind und braucht am meisten Aufmerksamkeit. Am liebsten würde ich Lucas um Hilfe bitten, aber es ist mir total peinlich. Er soll nicht wissen, dass ich überfordert bin. 



Dann war er plötzlich da und wollte mich dringend sprechen. Ich tat so, als hätte ich ihn nicht bemerkt, aber dieses Theater konnte ich lange nicht spielen. 




Ich fand einen Vorwand mit den Kindern, um diesem Gespräch zu entgehen. Er half mir mit Atlantis und nahm sie mir für wenige Stunden ab. Ich war so erleichtert darüber und half den Mädchen mit den Hausausfgaben.




Er wollte bei mir übernachten und am nächsten Tag mit mir reden. Es klang wirklich wichtig seinerseits. Und dies machte mir große Angst. Liebevoll kümmerten wir uns um die Mädchen, als diese einen schlimmen Traum hatten. Als wären wir wieder eine Familie. Kamen alte Gefühle in mir hoch?



Lucas

Ich liebe Atlantis und helfe Jordan gerne mit den Kindern. Aber sie schließt mich einfach zu sehr aus und ich muss mich in ihr Leben drängen, um meine kleinste Tochter versorgen zu können. Ich merke auch, dass sie total gefrustet von meinen Aktionen ist. Wie soll ich aber sonst ihr helfen?



Endlich hörte sie mir zu und ich schlug in einem Gespräch vor, Xafira zu mir zu nehmen, damit sie etwas entlastet wird. Jordans Augen füllten sich mit Tränen, als ich den Vorschlag machte. Sie meinte, ich würde ihr nicht vertrauen und ihr nichts zutrauen. Aber das stimmt doch nicht. Sie muss entlastet werden, damit sie mehr für die anderen beiden Mädchen da sein kann. Dazu wünschte sich Xafira ja ein Leben bei mir. 



Damit sie sich beruhigt, gingen wir bowlen und trafen prompt auf Nina.
"Ich versuche dich ganze Zeit zu erreichen und das Gespräch wegen unserer Zukunft zu führen und du gehst einfach mit deiner Noch-Frau aus! Wir sind zusammen und nicht du mit ihr. Sie soll aus unserem Leben verschwinden", regte sich Nina auf.
"Ich musste mit ihr etwas besprechen. Damit wir eine endgültige Zukunft haben, muss ich mich doch erst scheiden lassen. Und sei nicht immer so eifersüchtig auf alle Frauen, mit denen ich rede", zischte ich Nina an.
Nina verstummte und sendete Jordan beim Gehen tödliche Blicke. Jordan wirkte in dem Moment unsicher und ich wusste nicht, wie ich sie aufmuntern konnte.




Wir fuhren zu ihr und ich war überrascht über ihre Gefühle für mich. Bei dem ganzen Hin und Her hat sie ihre Gefühle für mich neu entdeckt. Aus Frust ging ich näher als gewollt auf sie ein und hatte einen guten Sex im Kleiderschrank. Da merkte ich, dass ich nicht mit und ohne Jordan kann. Es klingt kompliziert, was es auch ist.

 

 









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