Teil 7 - Unterschiedliche Leben

Yves Kay

Seit Atlantis geheiratet hatte und nun mit Ehemann Daniel Rasoya in Windenburg lebt, fühlte ich mich in meinem Apartment recht einsam. Sie arbeitet als Ärztin und er ist ein Wisssenschaftler. Beide haben sich auf der Hochbegabtenschule kennengelernt und wurden bereits in der Jugend ein Paar. Dann hat auch noch Xafira geheiratet. Wenn ich versuche einen Mann zu finden scheiter ich immer. Sie finden mich immer wieder zu direkt. Mit Atlantis war ich in Windenburg in einer Disco verabredet und der Abend verlief lustig. Irgendwann lief mir mein Ex-Freund Erick Kay überm Weg. Er hatte mich nicht erkannt und flirtete sehr stark mit mir. Ich spielte mit und ließ mich auf ein Drink ein. Wir quatschten lange und er erzählte über seine gescheiterte 3. Ehe mit meiner Cousine Georgette. Weil ich noch eine lange Heimreise hatte, verabschiedete ich mich von ihm und meiner Schwester und fuhr nach Hause.



Am nächsten Morgen traf ich Nachbar Ralf Richards. Mit seinen Eltern hatte er mal wieder Streit wegen seiner Arbeitsunlust. Sie wollten ihn sogar auf die Straße setzen, wenn er sich nichts sucht. Ich tröstete meinen Kumpel und machte ihm Mut, mit seinen Eltern nochmal zu reden.



Eine Woche später klingelte es an meiner Türe und Erick stand davor. Ich war baff, dass er mich gefunden hatte. Er wirkte etwas verlegen und wollte erstmal ein Selfie mit mir. 
"Komm doch rein. Die Nachbarn müssen nicht alles mitbekommen.", sagte ich zu ihm.
Wir setzten uns auf dem Sofa und alte Gefühle kamen auf. Er begann mich innig zu Küssen und ich zog ihn in mein Schlafzimmer. Dort fielen wir übereinander her. Am nächsten Morgen war er verschwunden und hatte mir nur als SMS geschrieben:
"War eine tolle Nacht."
Ich war so traurig in dem Moment, weil ich Hoffnungen in ihm gesetzt hatte. 



Wenige Wochen später erwischte ich ihn mit anderen Frauen nach einem Karaokeabend. Beide Frauen schauten ihn verliebt an und er schien mich nicht zu bemerken. Ich eilte in meinem schwangeren Zustand zu ihm und teilte ihm sein Vaterglück mit. Er war entsetzt und die Frauen kicherten nur. Zu Dritt gingen sie davon und ich fühlte mich in Stich gelassen.  Tränen liefen mir über die Wangen und ich wünschte mir, alles wäre nur ein Albtraum.



Aus Platzgründen zog ich nach Windenburg und bezog dort eine ehemalige Fabrik. Für mich und die Kinder ist genügend Platz. Meine Familie war so hilfsbereit und half mir beim Umzug. Mama und Papa drückten mich an sich und machten mir Mut für eine bessere Zukunft mit dem richtigen Mann.



Wenige Wochen später war ich mit Mama in einer Bar und lief ihm überm Weg. Mama machte aus ihrem Hass Erick gegenüber keinen Hohn und schimpfte ihn aus. Er wirkte unsicher und konnte mir kaum in die Augen schauen. Dann kniete er sich hin und fragte mich:
"Willst du mich heiraten?"
Ich war total überrumpelt davon und musste erstmal nachdenken. Natürlich hatte ich alte Gefühle für ihn, aber vieles sprach auch gegen ihn als Ehemann.  Immerhin ist er sehr egoistisch und macht viel zu seinem eigenen Vorteil.
"Sag nicht ja", mahnte mich meine Mutter.
Dadurch war ich nur mehr verunsichert.
"Verzieh dich alte Frau", zischte Erick meine Mutter an. 
Wütend ging sie in die Bar und ich hörte aus irgendeinen Grund auf mein Herz. Vielleicht hat er sich ja doch geändert. 
Die spontane Hochzeit im Anschluss machte mich glücklich und er zuckte eine Sporttasche. Anscheinend war er obdachlos und ich musste erkennen, dass er schon wieder aus egoistischen Gründen gehandelt hatte. Er hatte wirklich meine Situation komplett ausgenutzt.



Wir folgten meiner Mama und feierten unsere Ehe. Ich war alles andere als begeistert von Erick. Er hatte mich wirklich ausgetrickst. Nur die Aliens lenkten mich ab und wollten viel von der menschlichen Spezies wissen. 



Nach einigen Monaten kamen die Zwillingsmädchen Azalee und Beverly zur Welt. Erick versuchte sich als guter Familienmensch, was ihm aber sehr schwer fiel. Noch immer konnte er nicht die Finger von anderen Frauen lassen oder den Flirtversuchen widerstehen. Vielleicht passiert ja doch noch ein Wunder und ich muss den Kindsvater nicht obdachlos machen. 



David Bheeda

Mein Bruder arbeitet in San Myshuno in einer Bank. Er hatte das Landleben satt und wollte lieber irgendwo leben, wo man Spaß hat. Mama Jordan ist verstorben und Papa Yannik durfte sich noch zu Mamas Zeiten einen neuen Partner suchen. Das war Mamas Wunsch im hohen Alter. Wir Kinder waren auch eingeweiht und konnten wie Yannik verstehen, dass man ihn glücklich sehen wollte. Yannik ist jetzt mit dem Alien Marina liiert und hat mit ihr zusammen Sohn Cristiano adoptiert. Sie boten mir an, dass ich weiterhin bei ihnen leben darf, aber ich wollte in Windenburg meine Autorenkarriere ausbauen und mit dem Erbe kann ich eine Weile über die Runden kommen.

Papa Lucas war sehr traurig über Mamas Ableben. Er war neu verheiratet und lebte nun in Willow Creek mit seinem Ehemann Kolja Bouvier. Mama und Papa waren immer noch gute Freunde gewesen und ich wusste, dass er Mama immer noch irgendwo liebte. Wir trafen uns immer wieder in einem Cafe in Windenburg und redeten eine Weile. Mama erwähnte ich erst nicht, weil er dann traurig wurde. Stattdessen fragte ich ihn nach seinem Mann und seiner Schwägerin. Was er so am Tag macht. Vor allem das Thema Erick Kay brachte ihn auf die Palme. Er mochte seinen Schwiegersohn kein bisschen und würde am liebsten sehen, wie Yves ihren Ehemann auf die Straße setzt. Mir geht es auch so. Ich war damals noch ein Kind, als er sie in der Jugend verlassen hatte. Tagelang hatte sie geweint und sich eingeschlossen. Wie konnte sie nur auf so einem Typen erneut reinfallen? Vor allem jetzt, wo sie Kinder hat. 



Beim Bowlen kann ich mich immer abregen. Auch die Zeit vergeht schnell.



Hin und wieder traf ich Familienmitglieder im Fitnesscenter. Sogar Xafira, als sie schwanger war. Eine hübsche Trainerin erklärte ihr gerade Übungen, die sie in ihren Zustand machen durfte. 

 

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