Kapitel 19

Fußstapfen

Xena traf Alessandra bei sich zu Hause. Sie hat für den kleinen Lorenzo einen Brief verfasst und dieser sollte den Brief erst bekommen, wenn er erwachsen geworden ist. Der Brief enthielt Geheimnisse, die nur er verstehen kann. Sie spürte, dass ihr Sohn wie sie ist. Beide gehen gerne in den Dschungel und lösen gerne Rätsel. Dazu schnappte er sich ihre Fachbücher und konnte den Inhalt bei der nächsten Reise sofort perfekt umsetzen. Sie ahnte, dass er wie sie sehr hochbegabt sein muss. Kein Kind im Alter von 5 Jahren versteht Fachbücher von Erwachsenen. Außer man ist Hochbegabt. 

Sie kaufte ihm bereits viele Lehrbücher von der 1. bis 13. Klasse und er hat den Stoff in Kürze komplett erlernt. Er kann sogar fließend die alten Dialekte der antiken Peruaner und perfekt Spanisch. Wie soll man nur so ein Kind in der Schule anmelden? Die Regelschule entfällt. Da würde er sich zu Tode langweilen. Und die Hochbegabtenschulen schlugen vor, dass er von zu Hause unterrichtet wird. Denn er ist weiter als ihr kompletter Schulstoff für alle Schuljahre. 

Und Xena ist neidisch auf ihrem Sohn. Innerhalb von einer Minute konnte er bisher die antiken Rätsel lösen und gab Anweisungen für die Fallen. Er ist schlauer als sie. Viel schlauer. Sogar ihren Job macht er  besser und perfekter. Eine Mutter sollte nicht eifersüchtig sein. Aber sie ist es zur Demütigung. Deshalb versteht nur er den geheimnisvollen Brief. Da ist sie sich sicher. Sie bringt ihn damit in Gefahr, aber wenn ihr was passieren sollte, kann er es als einziger auflösen. 

"Bitte gib Lorenzo diesen Brief, wenn mir was passieren sollte. Aber erst, wenn er ein erwachsener Mann ist", sagte Xena zu ihrer engsten Freundin, der sie blind vertraut. 
Alessandra schaute entsetzt und nahm den Umschlag. 
"Aber Xena. Woher willst du wissen, dass du Probleme hast?", fragte sie entsetzt.
"Ich spüre es einfach. Seit einer Weile fühle ich mich verfolgt. Und ich habe ein ungutes Bauchgefühl", klärte sie auf.
Alessandra schaute besorgt. Weil sie wusste, dass man sich auf Xenas Instinkte verlassen kann. Sie nickte und ging.
"Bitte pass auf dich auf", sagte Alessandra und drückte ihre Freundin vor dem Gehen. 

Xena versteckte etwas in einem Teddy, was sie im Ausland gekauft hatte. Der Gegenstand ist sehr wertvoll und einige schlechte Menschen wollen es haben. Dann ging sie zu ihrem kleinen Sohn Quinn und reichte es dem Kleinkind.
Er drückte es an sich und sie sah ihre Teenietöchter in der Türe stehen. Sie schauten seltsam und sagten:
"Der stille Alarm ist losgegangen."
Xena schrieb Alessandra eine SMS als Warnung und sie schrieb zurück, dass man sie verfolge. Aber ihr Verlobter Alessandro Rojas sei jetzt bei ihr und die Verfolger wären fort.  

"Weckt Lorenzo und nimmt Quinn mit. Versteckt euch in dem Geheimversteck, das ich euch gezeigt habe", sagte Xena.
Die Mädchen nickten und nahmen ihre Brüder mit in den Geheimversteck außerhalb des Hauses. Es war eine Höhle. Etwas abgelegen und gut erreichbar durch den Hinterausgang des Hauses. Aber weit genug, dass man kein Verdacht hat. Lorenzo verwischte die Spuren und die Kinder warteten im Versteck auf die Eltern.

In der Zeit bewaffneten sich ihre Eltern und suchten gute Plätze, um ihr Haus vor den Feinden zu beschützen. Beide erhielten Drohungen und man hatte eine ihrer drei Katzen ermordet vor der Türe abgelegt. Ihre Töchter und Lorenzo wiesen sie in einem sicheren Plan ein. 
"Sie sind nicht mehr weit. Ist der Gegenstand sicher, Schatz?", fragte Pablo.
Xena nickte und küsste kurz ihren Mann. Dann hörten sie schon die Feinde. Sie traten die Türe ein und beide schossen auf sie. Sie versuchten ihr Bestes, ihre Kinder zu schützen. Aber irgendwann gab es keine Munition mehr und beide mussten auf ihren Kampfsport zurückgreifen. 

Pablo war zuerst zu schwach und wurde von Feinden überrannt. Einer der Gegner erschoss ihn vor den Augen seiner Frau mit einem Kopfschuss. Xena erstarrte und in dem Moment wurde auch sie überwältigt. 
"Wo ist der Gegenstand, Frau Lara?", fragte der Anführer.
Xena schwieg und man hielt ihr eine Waffe an den  Kopf.
"Wo?", fragte er nochmal.
Sie schaute ihn böse an und spuckte auf die Schuhe. Er schlug sie nieder und sie kniete weinend vor ihm.
"Hält sie fest. Ich bestrafe sie für ihr Schweigen", sagte dieser.
Vier Männer legten sie auf dem Boden und hielten sie fest. Mit einem Messer befreite der Anführer Xena von ihrer Kleidung und missbrauchte sie sehr ausgiebig. Da seine Männer nichts im Haus fanden, erschoss er sie anschließend.
"Der Minister wird verärgert sein, Chef", sagte einer aus der Truppe.
Der Anführer rauchte seine Zigarette und sagte:
"Ja. Aber früher oder später wird er an dem Gegenstand kommen."
Sein Kämpfer schaute ihn überrascht an und sagte nichts mehr.

Die Männer verließen das Haus und fuhren davon. Xenas Kinder kamen erst am Morgen nach Hause und fanden ihre Eltern Tod vor. Lorenzo brachte seinen Bruder schnell zum Verwandten ins Nachbarhaus. Er erzählte von den Ereignissen am Vorabend. Seine Familie war geschockt darüber, was passiert ist.

Kayn zog Xenas Kinder so lange groß, bis die Mädchen alt genug waren, um die Brüder zu erziehen. Alle Vier zogen ins Elternhaus zurück. Lorenzo war ein Teenager und ist Forscher wie Xena einst war. Die Zwillinge waren junge Erwachsene. Quinn kam in die Schule.

Die Zwillinge entschieden sich, ihre Brüder mit Kayns Hilfe zu erziehen. Nun war Lorenzo auch endlich flügge nach weiteren vier Jahren. 

Janet arbeitet heute im Büro und möchte keine eigene Familie gründen. Die Vorgeschichte mit ihren Eltern hat sie zu sehr mitgenommen.
 


Auch Kate will keine eigene Familie haben. Dafür lebt sie nur die Kunst. 

 
Wie man sieht, ist Lorenzo immer noch Forscher wie seine Mutter einst war. 


Und sehr sportlich.
 


"Hey Süßer. Komm mal", sagte eine junge Frau, die ihn beim Sport beobachtete.
Bisher traf er nie die Richtige. Immer war etwas zum Aussetzen. 
"Hast du eine Freundin? So ein niedlicher Typ wie du hat doch sicher eine Freundin", fragte sie.
"Leider nein. Ich habe beruflich zu viel zu tun", sagte er entschuldigend lächelnd.
Sie wurde rot und fragte:
"Kann ich nicht deine Nummer haben? Für alle Fälle."
"Das geht nicht. Du bist nicht mein Typ", sagte er.
Sofort hatte er ihr Wesen erkannt. Wütend ging sie weg.
Und ohne Kleidung sieht er echt heiß aus. 😍 Nicht das ich ihn mal im CAS ausgezogen hätte, aber in Badehose und oben ohne hat er einen Sixpack.

 
Selbst Geister wie Jade Rosa wollen ihn daten. Aber er lehnt echt jede Frau ab.
 


Er musste beruflich nach Selvadorada. Wo sein Vater herkommt. Die Senioren dort sind zumindest sehr fit.
 


Er studierte die örtliche Heilige. 


Und in der Bar traf er sie. Luana Vegas, eine alte Kindheitsfreundin aus dem Ort. Als Kind hatte er mit seiner Familie bei den Großeltern immer dort Urlaub gemacht. Bis seine Eltern ermordet wurden. Sie tanzte alleine im Raum und er brauchte etwas, bis er sie erkannte. Er sprach sie an und sie wurde rot. Spontan begleitete sie ihn zu seinem Haus und er küsste sie. Beide tanzten zusammen engumschlungen und küssten sich dabei. Anschließend schliefen beide in seinem Bett nach einer Runde Sex.
Als ich die Leiste der beiden sah, wusste ich, dass er endlich seine Richtige gefunden hat. Erinnert es nicht an etwas mit Xena Pablo?


Liebestoll machte er sich mit Ausrüstung auf den Weg in den Dschungel.
 


Da er keine Machete dabei hatte, riss er die Ranken mit den blutigen Händen ab und gewann Punkte in Gärtnerei. Was das auch immer mit Gartenarbeit zu tun hat.
 


Der gleiche Ausblick wie Xena. Mit dem anderen Wetter finde ich die Gegend eher unheimlich.
 


Für Lorenzo waren andere Wege offen als für seiner Mutter damals. Auch Regen und Gewitter hinderten ihn nicht daran, die vergessenen Gärten zu erforschen. Oder Schätze zu bergen. Und er war nicht vergiftet auf der Reise.
 


Sogar die Bienen versteckten sich in Pflanzen vor den Regen und fühlten sich etwas von ihm gestört.
 


Dann war er noch vom Tod verflucht und konnte sich erlösen. Dafür bekam er 12 Stunden Unsterblichkeit. Selbst als Skelett sieht er nicht schlecht aus. Leider konnte er trotzdem Schmerzen fühlen.


Der Tempel war äußerlich baugleich. Aber von innen gab es ab der ersten Falle Veränderungen.


Den Pfad fand ich episch. So nach dem Motto "Es ist dein letzter Weg" und wir stehen dir bei.

 
Dann gab es auch wieder mal ein Skelett. Diesmal hieß es Sans Maximus und beobachtete beeindruckt meinen Sim bei der Arbeit.


Wieder zu Hause in Brindleton Bay erlebte er auf seinem Anwesen zwei Überraschungen. Seine Liebe Luana wollte bei ihm leben und für immer mit ihm vereint sein. Dazu stand Tante Alessandra Rojas auf der Matte. 

Etwas ergraut, aber er erkannte sie wieder. Bei ihr ein Mann in ihrem Alter und noch sehr gut aussehend. Und ein Kind.
"Ich muss mit dir reden. Damals habe ich deiner Mutter etwas versprochen und möchte es einlösen", sagte sie. 
"Komm rein", sagte er.
Luana nahm sich sofort ihrer Begleitung an, während sich Lorenzo und Alessandra in dem Kaminzimmer setzten. Sie holte einen Umschlag raus und reichte es Lorenzo.
"Der Umschlag ist von deiner Mutter. Ich sollte ihn dir geben, wenn du erwachsen bist. Was du heute bist. Sie erzählte mir von den Verfolgern, aber ich ahnte nicht, wie gefährlich sie waren. Sie haben einfach deine Eltern regelrecht exekutiert. Zumindest hörte ich es so von deinen Schwestern", erklärte sie.
Lorenzo sagte nichts und öffnete den Brief. Er verstand den Inhalt und sagte:
"Ich muss dringend mit meiner Familie reden. Danke für den Brief. Und melde dich öfters bitte."
Alessandra nahm ihre Familie und Lorenzo wählte die Nummer von Quinn. Er lernte gerade für die Abschlussprüfung.
"Quinn, hast du noch deinen Teddy von unseren Eltern?", fragte Lorenzo.
Quinn überlegte am anderen Ende und antwortete:
"Ja. Er ist doch wie immer auf meinem Bett und wacht über mich. Warum fragst du?"
Lorenzo wollte ihm nicht sagen, dass der Teddy wertvoller als gedacht ist. Nicht emotional, aber in dem Teddy ist etwas sehr Wertvolles, wofür Museen und Sammler Millionen zahlen würden.
"Pass gut auf ihn auf. Er bedeutet auch mir etwas. Immerhin ist er von unseren Eltern", sagte Lorenzo.
"Der Teddy ist die letzte Erinnerung an Mama und Papa. Den Schatz würde ich nie hergeben. Nur über meine Leiche", sagte Quinn empört.
Lorenzo musste lächeln und sagte:
"Das wollte ich hören."

Charles Johnson saß in seinem Bürostuhl, als das Telefon klingelte.
"Der Schatz ist im einen Teddybären im Hause Lara", sagte ein Mann.
"Gut. Ich will nicht noch mehr Blut an den Fingern haben. Bricht ein und holt mir den Teddy. Mit dem Schatz kann ich endlich einen Traum erfüllen, woran mich Xena und Pablo gehindert haben", sagte Johnson glücklich lächelnd.
Er erhob sich und schaute aus dem Fenster auf dem Garten des weißen Hauses. Bald würde der Präsident Geschichte sein und er der neue Chef des Landes. 








 








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