19 - Eine andere Welt

Eigentlich wollte Sky abhauen, aber sie überlegte es sich anders. Sie wollte nochmal mit ihren Vater sprechen und über ihre Gefühle sprechen. Sie liebte ihren Vater und wollte ihn nicht traurig machen. 

Am nächsten  Tag sprachen sich beide aus und Xavier erkannte, dass er sein Mädchen loslassen muss. Seine Frau mit dem Baby hatte ihm vor wenigen Tagen eine Affäre gebeichtet und daraufhin gab es einen Vaterschaftstest. Dieser fiel negativ aus. Beide ließen daraufhin einvernehmlich scheiden und sie zog zu dem Kindesvater. 

Sky bekam es mit und war froh, dass es endlich geklärte Fronten gab. Und ihre Mutter wieder glücklich war. Nun musste sie ihrem Vater das Herz brechen und ihm sagen, dass sie auf eine Musikschule mit Gesangsunterricht gehen möchte. Er war nicht sehr begeistert davon, ließ sie aber ziehen.

Wenige Jahre später wurde sie als Talent gefeiert und war eine berühmte Sängerin. Sky heiratete den Komponisten Gregor Hansen aus Schweden. Beide bekamen die Kinder Tochter Ivana, Sohn Michael und Tochter Ophelia. Alle Drei gründeten später eigene Familien und lebten ihre Leben.

Es vergingen wieder Jahre. Sky war eine Legende in der Musikwelt, obwohl sie nicht mehr lebte. Ihre Nachfahren Ares und Bridgdet stellen die aktuelle Generation dar. Ares ist passend zum Namen ein Verbrecher und seine Cousine Bridget Simtuber.

Hier kommt eine kurze Übersicht der Generationen

0, verstorben: Xavier Grace und Zoe Ullrich

1, verstorben: Sky und Gregor Hansen

2, verstorben: Ivana und Jose Karlos
Michael und Luna Norris
Ophelia und Paul Queen

3: Robin und Simone Travor, Tochter von Ivana Karlos
Uwe und Walpurga Victiora, Sohn von Michael Norris
Xavier und Zoey Yones, Sohn von Ophelia Queen

4: Ares Victiora
Bridget Travor

Vorstellung von Brigdet Travor

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Brigdet Travor. Ich bin Gut, Familienbewusst und ein fröhlicher Typ. Aber es war nicht immer so. Schon immer war ich etwas dicker als andere, weil ich eine Krankheit habe, die mich dick macht. Kinder machten sich deshalb immer lustig über mich.
Meine Mutter, eine bekannte Anwältin und sehr oberflächlich, nannte mich dumm und fett. Manchmal auch ein Taugenichts und ohrfeigte mich. Ständig versuchte sie mich dünner zu bekommen. Aber nach jedem Abspeckcamp war ich immer dicker als vorher. 
Papa war anders. Er ist auch Anwalt, aber mit großem Herz. Er hat mich nie beleidigt oder geohrfeigt. Stattdessen mich immer unterstützt wo er konnte. Mutter stellte ihn sogar öfters vor der Entscheidung, wer ihm wichtiger ist. Ich oder sie. So verhält sich einfach keine Mutter.

Sport, gesunde Ernährung und Medizin heilten etwas die Symptome meiner seltenen Krankheit. Ich nahm über 100 Kilo ab. Aber es stockt momentan. 

Neben meiner Mutter mobbte man mich in der Schule. Cybermobbing mit überarbeiteten Bildern und gemeinen Sprüchen waren der Alltag. Eines Tages ging meine Mutter vor meinen Mobbern auf mich los. Sofort wurde daraus ein Bild, wo eine Elefantenmutter eine Maus zertritt. Der Elefant hatte das Gesicht meiner Mutter und ich war die Maus. Es machte die Runde und ich war nur noch die Elefantentochter. Es belastete mich so sehr, dass meine Noten schlechter wurden und Papa mich ansprach. Ich zeigte ihm die peinigen Videos, Sprüche und Bilder auf meinen Simbookaccount. Er überredete mich, die Mitschüler anzuzeigen und zu Rechenschaft zu ziehen. Der Richter erkannte die Schwere und Uneinsichtigkeit bei den Taten. Sie mussten mir Schmerzensgeld zahlen. Seitdem wurde das Mobbing schlimmer. Plakate hingen aus, die mich mehr peinigten als die Bilder im Internet. Ein Mädchen stieß mich sogar die Teppen runter und stieß mich auf die Gleise im Bahnhof. Nach der Aktion im Bahnhof war sie im Gefängnis gelandet. Sie knirschte vor Gericht mit den Zähnen und behauptete das Opfer zu sein. So eine  ... wie ich hätte es nicht besser verdient. Sofort wurde die Haftstrafe verlängert. Ihre Eltern sahen nicht sehr glücklich damit aus. Sie schaute weinend zu ihnen, aber diese wendeten ihre Blicke ab. 

Danach wurde das Mobbing schlimmer in der Schule von ihrer Clique. Die anderen Schüler hatten Angst vor anderen Folgen und hörten auf, aber drei Mädchen konnten es einfach nicht lassen und zogen immer mit miesen Sprüchen in meiner Gegenwart über mich her. Papa wollte ich nicht noch mehr belasten, weil er mit Mutter wegen meinen Aussehen immer stritt. 
Nachdem sie mal wieder über mich herzogen und die Treppe runtergestoßen haben, schleppte ich mich aufs Schuldach. Ich spürte, wie Knochen mindestens geprellt waren. In dem Moment, wo ich übers Gerüst stieg und mich festhielt, fühlte ich nichts mehr. Alles war leer. Ich freute mich darauf, endlich erlöst zu sein. Nichts mehr zu spüren. Da es große Pause war, entdeckte man mich sofort. Ein Lehrer rief die Polizei und einen Krankenwagen. Andere Lehrer redeten nur noch hinter mir auf mich ein. Aber ich hörte ihnen nicht zu. Sogar meine Eltern wurden benachrichtigt. 
"Das Fett von ihr wird sicher alles abfedern!", sagte eines der Mädchen, die mich immer mobbten und zeigte lachend mit einem Finger auf mich.
Ich ließ das Gerüst los, aber ich stürzte nicht. Papa hielt mich weinend fest und zog mich aufs Dach. Ein Arzt schaute mich an und sagte:
"Sie wurde von jemanden verletzt. Schauen Sie sich nur die blauen Flecken und andere Verletzungen an."
Ich schaute meinen Papa an, während der Arzt mit der Polizei sprach. Auf einmal strömte alles aus mir raus. Der versuchte Mord von drei Schülerinnen, das Mobbing all die Jahre und mein seelischer Schmerz. Ein Lehrer zeigte der Polizei die Mädchen, die mich mal wieder verletzt hatten. Sofort wurden sie vor der Schülerschaft verhaftet und einiges vorgeworfen. 
Ich kam mit Papa und dem Arzt runter, als eine von ihnen sagte:
"Sie hat es doch verdient. Sie ist so hässlich und so ... . Warum sagt ihr alle nichts? Haben euch unsere Späße nicht gefallen? Es war alles doch nur Spaß. Uns war so langweilig."
Ein Junge trat vor und sagte mutig:
"Ich fand es nicht lustig. Sie hätte sterben können. Dazu hättet auch ihr in der Opferrolle sein können."
Unsere Musterschülerin trat auch vor und sagte:
"Euer Verhalten ist beschämend für unsere Schule. Wir haben aus den Fehlern gelernt, aber ihr nicht. Jetzt landet ihr wegen euren Späßen im Gefängnis. Daran habt ihr sicher nie gedacht."
Alle machten den Mund auf, weil die Tochter des Direktors das aussaprach, was alle sich dachten, aber nicht sagen wollten. 
Ich spürte, etwas würde sich in dieser Schule bald ändern. In eine positive Richtung.  Aber ich würde es nicht mehr mitbekommen. Ich wollte nur noch die Schule wechseln und mit diesen Ereignissen abschließen. Hier wurde ich von allen enttäuscht. Sogar von meinen sogenannten "Freundinnen".

Ich wurde wegen den Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und musste dort zwei Wochen bleiben, weil es auch schwere Rippebrüche vom Treppensturz gab. Papa besuchte mich jeden Tag und erzählte, dass er sich extra Urlaub wegen mir genommen hatte. Mutter hingegen kam nicht einmal vorbei. Ich begann im Krankenhaus eine Therapie, damit ich die Vergangenheit verarbeiten kann. 

"Schatz, ich verlasse deine Mutter und ziehe in eine andere Stadt. Willst du mitkommen? Wegen einem möglichen Schulwechsel habe ich bereits mit dem Direktor gesprochen und er stimmte wegen der Vorgeschichte sofort zu. Und weißt du was? Ab sofort holt er einen Sozialarbeiter mit festen Arbeitszeiten in die Schule und will die Lehrer mit einer Schulung mit dem Thema Mobbing vertraut machen. Auch die Schüler werden nun jährlich geschult", sagte er mir noch im Krankenhaus. 
Natürlich kam ich mit Papa mit und wechselte die Schule. 

Dort wurde ich freundlich aufgenommen und erzählte offen in einem Referat, was wir halten mussten, über meine Zeit in der alten Schule. Die Reaktion zeigten blankes Entsetzen bei meinen Mitschülern, weil es an meiner neuen Schule sowas nicht gab. Hier gab es bereits seit Jahren einen Sozialarbeiter, der sich solcher Fälle zeitig annahm. Und die Lehrer waren ausgebildet, falls es zu Mobbing kommt. Einmal im Jahr kam der Sozialarbeiter in die Klassen und Schüler konnten offen ihre Probleme mit anderen Schülern lösen. Ich fand hier Freunde. Und war seit Jahren zum ersten Mal glücklich.

Seit der Scheidung meiner Eltern habe ich von meiner Mutter nichts mehr gehört und keinen Kontakt mehr. Papa heiratete neu, bevor ich auszog. 



Meinen Fuchs Chester fand ich bei einem Schulausflug im Wald. Da war er noch ein Welpe und seine Mutter lag erschossen neben ihm. Ich packte dieses dünne Wesen ein und pflegte es gesund. Als Chester alt genug war, um alleine zu leben, wollte er nicht mehr gehen. Er ist Freundlich, Treu und Klug.



Er ist auch sehr verschmust. 



Oh Gott, kommt das wirklich die legendäre Delphine Walker?! Ich fiel sofort in Ohnmacht, als ich sie sah. 



Das ist mein Haus. Es reicht für den Anfang aus.



Manche schauen mich komisch an, wenn ich mit Chester jogge. Aber es stört mich heute nicht mehr. 



Eines nachts bekam ich sogar Vampirbesuch. Sein Name ist Vivaan Traumtänzer.
"Riechst du so lecker nach Blutgruppe AB negativ? Ich liebe einfach diese Blutgruppe. Sie ist so süßlich", fragte er mich charmant.
Woher kannte er meine Blutgruppe nur?
"Da verwechseln Sie mich sicher mit jemanden", antwortete ich vorsichtig.
Er schnupperte an meinem Hals und sagte:
"Ich bin mir aber sicher, dass du so süß riechst. Kann ich dich etwas anknabbern? Mein Magen knurrt und ich sterbe, wenn ich kein Blut trinke."
Ich schaute verlegen und hielt ihm mein Handgelenk hin. Leichen will ich nicht auf meinem Grundstück haben. Als er saugte, fühlte es sich an, als würde mich ein Insekt stechen.



Ich betreibe ein Modekanal für Mollige. Was einfach zu mir passt.



Da Joggen wenig Erfolg bringt, begann ich ins Fitnesscenter zu gehen. Ich sehe da immer aus, als würde ich mit meinem roten Kopf einen Herzinfakt bekommen. Und mein Nachbar Uwe Ariel fragt immer, ob alles in Ordnung ist. Dann werde ich roter, weil es so peinlich ist.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

From Rich to Poor

Kapitel 11

29 Nachwort und Prolog