Kapitel 5

Johanna 

Jetzt lebe ich als Schauspielerin in Del Sol Valley, der Hochburg des Filmgeschäfts. Zusammen mit meiner Waschbärin Cleo. Raubtier bleibt Raubtier. Das weiß ich auch. Leider benutzt sie meine Möbel als Kratzbaum und zerstört die guten Tapeten. Trotzdem liebe ich sie. 



Denn sie ist auf der anderen Seite sehr verschmust.


Mit Sebastian war ich im Orchideenclub verabredet. Er erzählte mir freudig von seiner letzten Ausgrabung und seinem Stolz, so eine bekannte Schwester zu haben. Ich wurde Rot vor Scham, weil ich nicht damit rechnete, dass meine Familie mich verehrt.



Auf Simbook schrieb mich der hübsche Tobias Wagner an. Er schrieb mir, er mag mein Foto und möchte mich näher kennenlernen. Dazu ist er ein reicher Kaufmann und lebt mit der Familie seines Bruders zusammen. Er lud mich zu sich ein. Eins hatte ich in der Zeit in Del Sol Valley vergessen. Der Winter kann auch frostig sein. Ich sah ein kleines Mädchen die Treppen hochklettern und ins Haus verschwinden. Es stürmte und ich eilte zur Türe seines Hauses. Als er öffnete, war ich überrascht. Er war älter als auf dem Foto. Trotzdem immer noch hübsch.

Lauf weg, Mädchen. Es droht Gefahr.
"Du siehst so schön wie auf dem Foto aus. Willst du nicht ein Drink? Ich kann einen schnell machen. Du musst sicher frieren", sagte er freundlich.
Ich nickte und schaute mich um. Seine Familie muss sehr reich sein bei diesem Haus. 
Er ist gefährlich und nicht der Mann aus der Beschreibung.
Ich nahm den Drink und fühlte mich auf einmal komisch. Er lächelte auf einmal komisch. Mir wurde schwindelig und übel.
Jetzt kannst du noch fliehen. Traue der Situation nicht.
"Was magst du so, mein Kind?", fragte er in einem väterlichen Ton.
"Ich bin noch Jungfrau und unerfahren. Hast du Ideen?", antwortete ich, was ich nicht antworten wollte.
Er überlegte und zog seine Jacke an.




Er führte mich zu seinem Wagen und fuhr mich damit ins Schwimmbad von Del Sol Valley. In der Umkleide entkleidete er musternd mich und zog mit einen Badeanzug an. Und es törnte mich an. Was ich nicht wollte. Ich musste ihn ausziehen und die Badekleidung anziehen in der Männerumkleide. Wo blieb nur mein Scham?
Er führte mich zum Whirlpool und ich musste ihn einfach küssen. Ich fühlte Tränen in den Augen, weil ich das alles nicht wollte. Aber mein Körper wollte nur eins: Sex.
Im Pool fielen schnell die Klamotten und wir gaben uns hin. 




Die Erinnerung von dem Abend waren komplett gelöscht. Am nächsten Tag war mir übel und ich passte nicht mehr in meine Lieblingssachen. Ich versuchte Tobias zu kontaktieren, aber sein Account war gelöscht worden. Tränen liefen mir über die Wangen, weil ich auf einem Schwindler reingefallen war. Und wer weiß, was er mir nach dem Drink alles angetan hatte.



Während der Vorbereitungen für den Werbespot Vlads Werkzeugkasten war mir immer noch übel. 
"Madame, ist alles in Ordnung? Wollen Sie sich hinlegen?", fragte der Visagist besorgt.
"Nein danke. Es geht schon. Ich habe nur etwas Falsches gegessen", redete ich mich raus.



Mein Dreh verlief solide. Ich wurde sogar gelobt.



Der Drehtag war zufällig am Silvester. Im Orchideenclub traf ich meine Familie und erzählte aufgeregt von den Dreh. Sie freuten sich darüber, dass ich meine Arbeit mag. Ich erzählte Papa von meinen Beschwerden und er lächelte.
"Ich werde Opa, Junge. Und du Onkel", sagte er zu Sebastian.
"Du irrst dich Papa. Ich kann nicht schwanger sein. Außer von diesen einen Abend", sagte ich geschockt.
"Was meinst du damit?", fragte Papa unsicher.
"Ich war bei einem Mann und der Abend ist ausgelöscht in meinem Gehirn. Auf dem Handy habe ich ein Foto von dem Mann, der sich als Tobias Wagner getarnt hatte", sagte ich und sah Papa schlucken.
Ich zeigte ihm das Bild und seine Augen weiteten sich. Auch Sebastian nahm einen zusätzlichen Drink.
"Ihr kennt den Typen? Das sehe ich euch an! Wer ist es?", fragte ich panisch.
"Benedikt Murakami. Der amerikanische König des Waffenringes. Jetzt verstehe ich, warum er meinte, dass seine Rache perfekt sei, als ich einer seiner Ringe durch eine Razzia auflöste. Dieses Schwein wird dafür bluten, was er dir angetan hat", sagte Papa ernst.
Mama kam zu uns und freute sich aufs Enkelkind. Obwohl Silvester war, waren außer Mama alle mies gelaunt. Ich wurde für die Rache eines Mannes missbraucht.




Benedikt Murakami

Die Rache ist meins. Ich habe Danielles Tochter gepeinigt als Strafe für die Inhaftierung meiner Leute. Aber ich habe noch Pläne mit den Mädchen. Oder vielleicht auch seinem Sohn Jeff. Meine Leute bekomme ich schon frei. Dafür ist mir alles recht. Sogar über Leichen würde ich gehen.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

From Rich to Poor

Kapitel 11

29 Nachwort und Prolog